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LEBENSNAHER CHEMIEUNTERRICHT

2.0
SUCHERGEBNISSE: 275
Chemie
Sekundarstufe II
Reaktionsgeschwindigkeit & Gleichgewichte
Störungen von Gleichgewichten und weltweite Folgen
Datum:

Bevor wir starten – wähle eine Rolle

Finde dich in eine Position ein und bereite dich vor, sie zu vertreten

01.07.2026
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Gregor von BorstelGregor von Borstel
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Die Idee dahinterPDF

Die Idee dahinter

Ziele
Die Lernenden wählen eine Rolle für den Bürgerrat und bereiten sich darauf vor, deren Position fachlich fundiert und glaubwürdig zu vertreten — auch wenn sie von der eigenen Meinung abweicht.

Die Lernenden ...

  • wählen aus einem Spektrum von zögernden bis gestaltenden Rollen eine Position und sorgen gemeinsam für die nötige Perspektivenvielfalt im Bürgerrat.
  • erschließen ihre Rollenkarte (Prioritäten, Wissen, Haltung, Debattenziele) und recherchieren gezielt nach, um realistisch argumentieren zu können.
  • vertreten eine zugewiesene Perspektive argumentativ und reflektieren deren Interessen und Grenzen.
  • bereiten eine Selbstvorstellung sowie erste Ideen und Bedenken aus Sicht ihrer Rolle vor.
Beschreibung

Diese Seite verteilt die Rollen und macht aus Lernenden Mitglieder eines Bürgerrats. Ein breites Rollenspektrum steht bereit — von Zögernden (z. B. der kostenbesorgte Finn/Finja) bis zu Gestaltenden (z. B. sozial- oder ernährungsfokussierte Jugendliche). Jede Rollenkarte liefert Prioritäten, Fachhintergrund, Haltung, Debattenziele und eine Leitfrage. Die Lernenden tragen sich in eine Übersicht ein, achten gemeinsam auf Vielfalt, arbeiten sich in ihre Karte ein und bereiten ihre Selbstvorstellung vor — die Rolle darf, muss aber nicht der eigenen Meinung entsprechen.

Einbettung

Diese Seite ist die Voraussetzung dafür, dass die Aushandlung gelingt: Nur wenn unterschiedliche, legitime Interessen tatsächlich am Tisch sitzen, entsteht ein echter Zielkonflikt statt eines Scheinkonsenses. Didaktisch entscheidend ist die bewusste Entkopplung von Person und Position — wer eine fremde Rolle fachlich überzeugend vertritt, lernt Perspektivübernahme und erkennt zugleich die Grenzen einer Interessenlage. Das ist der Kern des Werkzeugs „rollengebundener Bürgerrat“ und unterscheidet diesen Fall klar vom rollenfreien Haber-Bürgerrat, in dem die Lernenden als sie selbst urteilen.

Aufgaben

  1. Es gibt Rollen aus einem breiten Spektrum von „zögernd, skeptisch, suchend hin zu gestaltend, lösungsorientiert„, jeweils männlich oder weiblich gelesen. Suchen Sie sich eine Rolle aus, die Sie einnehmen möchten. Sie darf, muss aber nicht Ihrer eigenen Position nahekommen.
  2. Tragen Sie sich n die Übersichts-Liste der Rollen ein. Seien Sie flexibel. Rollen können mehrfach vergeben sein, aber es wäre gut, wenn eine Reihe von verschiedenen Charakteren abgebildet wird.
  3. Finden Sie sich in Ihre Rolle hinein. Lesen Sie die Rollenkarte intensiv. Recherchieren Sie gegebenenfalls zu einzelnen darin angegebenen Punkten, um später realistisch argumentieren zu können. Machen Sie sich Notizen: wie wie wollen Sie sich in Ihrer Rolle den anderen vorstellen? Welche Ideen haben Sie? Oder welche Bedenken? Testen Sie gerne schon die Chatbots mit den Expert:innen.
M1

Diese Rollen gibt es

Weiteres

Mögliche Rollen.1

Entschuldigt bitte, falls es den Namen einer Rolle in eurer Runde tatsächlich gibt. Wir können uns für den Fall auf einen anderen Namen einigen

Die Rollen der Zögernden, Skeptischen, Suchenden
  • Finn/Finja (17): Zu Hause wird seit Jahren über steigende Kosten geredet – Klimaschutz klingt für sie/ihn nach Luxus. Stellt die Gerechtigkeitsfrage nicht aus politischer Überzeugung, sondern aus persönlicher Erfahrung.
  • Mia/Milo (17): Verunsichert, hinterfragt durch Social Media den Klimawandel, sucht im Unterricht nach echten Antworten.
  • Ben/Bea (16): Findet Klimaschutz wichtig – weiß aber nicht, wo anfangen. Nicht desinteressiert, nicht zynisch, sondern schlicht überfordert von der Komplexität des Themas
Die Rollen der Gestaltenden
  • Maxi/Max (17): Optimistisch, setzt auf Technologie, will innovative Lösungen fördern.
  • Nele/Nuri (17): Isst seit zwei Jahren kein Fleisch, kennt die CO₂-Bilanz ihres/seines Tellers – und will die Schulkantine ein Stück nachhaltiger machen, ohne dabei jemanden zu nerven.
  • Lena/Linus (17): Fährt täglich Bus, ärgert sich über schlechte Verbindungen – und ist überzeugt, dass man Klimaschutz so erzählen kann, dass es andere wirklich interessiert.
  • Lars/Lisa (26): Macht ihr/sein FÖJ an der Schule, hat eine Abneigung gegen kahle Betonhöfe – und konkrete Ideen, wie man sie in echte Klimaschutzprojekte verwandelt.
  • Herr/Frau Schmidt (38): Biologielehrer:in mit einer eingeschlafenen Nachhaltigkeits-AG im Gepäck – will diesmal etwas aufbauen, das auch noch steht, wenn die Begeisterung nachlässt.
  • Frau/Herr Berger (50): Bürgermeister:in mit acht Jahren Erfahrung – will Klimaschutz voranbringen, denkt aber immer gleichzeitig daran, wer nächstes Jahr noch wählen geht.
  • Herr/Frau Tanaka (48): Architekt:in für nachhaltiges Bauen – weiß, dass gute Konzepte oft am Budget scheitern, und hat gelernt, so zu argumentieren, dass sie es nicht mehr tun.

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Bevor wir starten – wähle eine Rolle
Finde dich in eine Position ein und bereite dich vor, sie zu vertreten
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